Geschichte

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In der Tradition seiner Namensgeber, der Ärzte Rudolf Virchow und Louis-René Villermé, die sich bereits im 19. Jahrhundert der Bedeutung der öffentlichen Gesundheit für die Gesellschaft bewusst waren, stellt sich das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin den Herausforderungen momentaner und zukünftiger globaler Gesundheitsfragen.

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin wurde am 15. April 2013 auf Initiative des 14. deutsch-französischen Ministerrats gegründet, um notwendige Fortschritte im Bereich Public Health durch die Bündelung von Kompetenzen zu erreichen. Die seit mehreren Jahren bestehende Kooperation zwischen der medizinischen Fakultät der Universität Paris Descartes und der Charité – Universitätsmedizin Berlin bildeten hierfür die Grundlage.

Ein gemeinsames Kolloquium der französischen Akademie der Wissenschaften mit der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrags im Januar 2013, war der Gründung vorausgegangen. Das Projekt wurde dort erstmalig öffentlich vorgestellt.

Unter der Schirmherrschaft der deutschen und der französischen Regierung verfolgt das Centre Virchow-Villermé das Ziel, durch Forschung, Lehrangebote und Expertise zu einer nachhaltigen Verbesserung im Bereich Public Health beizutragen.

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VIRCHOW & VILLERMÉ
virchow

Rudolf Virchow (1821-1902) war ein deutscher Arzt und Begründer der modernen Pathologie. Er hat wesentliche Beiträge zur Forschung geleistet, unter anderem durch die Theorie der Zellularpathologie, seine Erkenntnisse zur Leukämie und seine wissenschaftlichen Arbeiten zu Mechanismen der Embolie und der Thrombose.

Als praktischer Hygieniker benannte er die Faktoren für die Entstehung von Epidemien und setzte sich in Berlin für den Bau einer Kanalisation und zentralen Trinkwasserversorgung ein. Als Sozialpolitiker kämpfte Virchow für eine medizinische Grundversorgung der Bevölkerung.

Die Einrichtung kommunaler Krankenhäuser in Berlin geht auf ihn zurück.

villerme
Louis-René Villermé (1782-1863) war ein französischer Militärchirurg, staatlicher Seuchenarzt und Wissenschaftler. Er gilt als Wegbereiter der modernen Arbeits- und Sozialhygiene.

Mit statistisch aufbereiteten, medizinisch-demographischen Untersuchungen belegte er die Zusammenhänge zwischen Körpermaßen auf der einen und biologischen sowie sozioökonomischen Faktoren auf der anderen Seite.

Die Einführung eines Gesetzes zur Reglementierung von Kinderarbeit – das erste dieser Art – ist auf seinen Bericht an die Stadt Lyon im Jahr 1831 zurückzuführen. Seine wichtigsten Publikationen sind sein « Dictionnaire des sciences médicales » und « Mémoire sur les amputations partielles ».

Weitere Informationen über die Errungenschaften von Virchow und Villermé finden sie in der Ausgabe N°2 des Newsletters.

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